Neuer Werbespot für gesund.co.at

Im Auftrag der Unternehmensgruppe Herz As Media & Communications durfte ich bereits zum zweiten Mal einen 30-sekündigen Werbespot für die Geundheitsplattform gesund.co.at produzieren. Seit 25. April 2016 läuft der Spot in Kinosälen, sozialen Medien sowie im Lokalfernsehen. Gedreht wurde der Spot Anfang März im Pro-Gym Sportcenter in Wien Donaustadt. Meine Tätigkeiten waren die Planung und Koordination aller Mitwirkenden im Vorfeld, sowie die visuelle Gestaltung inklusive Kamera und Schnitt.

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Twelve Points to Austria

Kolumne zum Eurovision Song Contest

„12 Points to Austria!“, steht in der Ankunftshalle am Flughafen Schwechat geschrieben. Große Leuchtreklamen bewerben den bevorstehenden Eurovision Song Contest. „Wie, das ist jetzt schon?“, denk ich mir. Tatsächlich: in wenigen Wochen beginnt das Fernsehspektakel und tausende Touristen werden die Stadt fluten. Doch ist Wien überhaupt gerüstet für den Ansturm?

Für die meisten Besucher beginnt das Abenteuer bereits am Flughafen, denn irgendwie müssen sie ja in die City kommen. Für gut betuchte Gäste bietet sich ein Flughafen-Taxi an: ab 33 Euro pro Fahrt ist man dabei. Wer’s einfacher will und bereit ist, sich dafür über den Tisch ziehen zu lassen, dem steht der City Airport Train zur Verfügung (12 Euro). Oder man wählt die herkömmliche S-Bahn um 4,40 Euro. Der billige Preis hat aber einen Haken: den tristen Ausblick auf ausgestorbene Dörfer Niederösterreichs, gepaart mit olfaktorischen Highlights der Ölraffinerie in Mannswörth. Dagegen gleicht jeder Vorort von Paris einem Urlaubsparadies.

Entscheidet man sich für die Fahrt mit der S-Bahn, ist das österreichische Chaos vorprogrammiert: Kernzone oder Außenzone? Streifenkarte, Halbpreiskarte, Tageskarte? Wählt man eine Tageskarte, muss man seine Definition von einem Tag neu überdenken: beim Verkehrsverbund endet dieser nämlich nicht nach 24 Stunden, sondern um Punkt Mitternacht. Cinderella goes Vienna.

Die vierte und wahrscheinlich bescheuertste Option: der Mietwagen. Nur, weil man den Führerschein hat, heißt das noch lange nicht, dass man auch in Wien Autofahren kann. Südosttangente, Verteilerkreis, Gürtel, Ring. Hat man es lebendig in die Stadt geschafft, beginnt die Parkplatzsuche – und die Frage, wo man überhaupt parken darf. Parkpickerl, Kurzparkzone, Stadthallen-Innenzone. Welcher Tourist hier durchblickt, verdient einen Orden.

Spätestens nach einer Woche hat der Spuk ein Ende und die Touristen fliegen wieder heim. Ob sie Österreich dann noch immer zwölf Punkte geben würden, bleibt offen.

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Brace For Impact

Es sind Bilder, die man sich nicht vorstellen möchte. Ein vollbesetztes Passagierflugzeug, das kurz nach Start außer Kontrolle gerät und abstürzt. Feuerwehr und Rotes Kreuz trainieren für dieses Szenario.

Reportage

Der dunkle Rauch der Turbinen ist schon von weitem zu sehen. Der Rumpf des Airbus-A320 ist in drei Teile gebrochen, es riecht nach Kerosin, Schutt und verbranntem Kunststoff. Ausgerissene Sitze liegen verstreut im Gebüsch. Etwa dreißig Meter von den Trümmern entfernt liegt ein Mann regungslos im Gras. Manfred Hanakampf steigt aus seinem Fahrzeug, der Motor läuft weiter. Das Adrenalin schießt durch seinen Körper. Er weiß: die nächsten Stunden hat er hier das Sagen.

Diese Szenen tragen sich an einem Samstagvormittag in Schwadorf zu, einer Zweitausend-Seelen-Gemeinde nahe Schwechat. Auf einer brachliegenden Wiese üben Rotes Kreuz und Freiwillige Feuerwehr für den Ernstfall: den Absturz einer Passagiermaschine. Die Organisatoren dieser Großschadensübung inszenieren alles so realistisch wie möglich. Fast alles: anstelle des Flugzeugs befinden sich verschrottete Pkw und ein ausrangierter Autobus der Wiener Linien. (mehr …)

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Süßes Fleisch

Glosse

Der Tiergarten Schönbrunn hält sich Tiere. Das allein wäre noch keine Nachricht wert, hätten die Viecherl nicht auch Hunger und gelegentlich Appetit auf einen Leckerbissen. „Süßen Zwergziegen droht Tod durch Raubkatzen“, titelt das Aufreger-Blatt „Heute“ aufgeregt. Ein Tiergarten, der sich sein eigenes Futter züchtet. Wie erschreckend! Dabei weiß doch jedes Kind, dass es fertig abgepacktes Fleisch im Kühlregal der nächsten Supermarktkette gibt. Das was zu 100 Prozent aus Österreich ist. Denn das ist nicht nur nah und frisch, sondern auch billig. Dass die dabei die entstehenden Fleischabfälle als Mischfleischmasse in Afrika zu Spottpreisen verkauft werden, ist nebensächlich. Hauptsache, das Schnitzel schmeckt und ist günstig. Einen Skandal gibt’s erst, wenn „süße“ Tiere der Nahrungskette zum Opfer fallen. Ein Umstand, den Vegetarier bei ihrer aufklärerischen Mission vielleicht berücksichtigen sollten: Babyfotos der geschlachteten Tiere, abgedruckt auf der Fleischverpackung. Ob das helfen könnte? „Ja, natürlich!“, quiekt das Schweinderl vergnügt und springt in den Fleischwolf.

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Foto: Universal Pictures International

Wie mich ‚Fifty Shades of Grey‘ zum Feministen gemacht hat

Glaubt man den Kinobetreibern, dürften noch nie so viele Menschen das Verlangen verspürt haben, sich erniedrigen zu lassen. Bereits vor Filmstart hat Cineplexx über 45.000 Tickets an den Mann – oder die Frau gebracht.

Rezension

Das alleine wäre ja nicht schlimm. Wer durch Unterwerfung im Bett erregt wird, soll ruhig die eine oder andere Qual ertragen dürfen. Problematisch wird es, wenn sich die Unterdrückung in der Beziehung fortsetzt. Christian Grey, der patriarchalische Protagonist in ‚Fifty Shades of Grey‘, tut das. Der erfolgreiche Charmeur – ein Märchenprinz des 21. Jahrhunderts – verwandelt sich zusehends in einen herrschsüchtigen Tyrannen. Er ist es, der bestimmt, wie sich die Frau zu ernähren hat und wie viel Alkohol sie trinken darf.

„Du gehörst mir!“

Als sich Anastasia – der weibliche Part in der Geschichte – in einer Bar betrinkt, holt Christian sie unaufgefordert ab und bringt sie auf sein Hotelzimmer. Wenn sie noch einmal so viel trinkt, dann würde er sie über’s Knie legen, dass sie „eine Woche nicht mehr sitzen“ kann. In einer anderen Szene legt er die widerspenstige Anastasia über seine Schulter, wie ein Wrestlingkämpfer, der seinen unterlegenen Feind demütigt. „Du gehörst mir!“

Anastasia will das alles nicht, macht trotzdem mit. Sie ist verliebt und glaubt, ihren Mann wieder „reparieren“ zu können. Kann sie aber nicht. Sie ist in einer Situation, von der wahrscheinlich viele Frauen (und auch einige Männer) berichten können. Sie bleiben bei einem Partner, der sie unterdrückt, demütigt, schlägt. Aus Angst, alleine zu sein. Und in der Hoffnung, ihn irgendwann doch noch ändern zu können.

Genau das ist das Problem: der Film hätte einen Ausweg aufzeigen können. Er hätte schreien können: „Mädchen, du musst das nicht machen!“ Stattdessen wurden alle Probleme dieser krankhaften Beziehung mit Beyoncé-Musik glattgebügelt und in einer romantischen Alles-ist-gut-Mentalität ignoriert.

Gleichzeitig kommt der Film in einer Ästhetik daher, die stark an den ‚Bachelor‘ auf RTL erinnert (Jetset und romantische Hubschrauber-Ausflüge, gepaart mit knallharten Ultimaten). Die Charakterzeichnung ist schwach, die Dramaturgie beinahe lächerlich. Alles in allem hält der Film, was das Buch nicht verspricht.

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Fassade der Suchtberatung in der Schubertgasse.

Die Präpotenz der Nobelbezirke

Auch Nobelbezirke müssen sich der Drogenproblematik stellen.

Kommentar

Seit knapp einer Woche hat der neunte Bezirk eine Suchtberatungsstelle. Der Widerstand der Anwohner war erwartungsgemäß groß. Allerlei Schreckgespenster wurden an die Wand gemalt: man befürchtete herumlungernde Junkies und infektiöse Nadeln auf Gehsteigen. Eine „Kulturschande“ sei dieses Hilfszentrum, schließlich kam Franz Schubert vor über 200 Jahren im Haus vis-à-vis zur Welt. (mehr …)

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Anna und Luna (Foto: ÖRK/Benjamin Skopek)

Die Hundeführerin von morgen

Woche für Woche trainiert die Rotkreuz-Suchhundestaffel am Hundeplatz in Gablitz. Seit einigen Monaten werden sie dabei von einem zehnjährigen Mädchen unterstützt.

In dem Moment, als sich die Holztür öffnet, stürmt Luna auf den Hundeplatz. Viel zu lange war die 15 Monate alte Hündin nicht mehr hier: nach einer Operation musste sie sich schonen. Luna rennt kreuz und quer, springt freudig, jagt ihrem eigenen Schwanz nach. Ihr Frauchen heißt Anna, ist zehn Jahre alt und kommt aus Mauerbach. Seit etwas mehr als einem Jahr sind die beiden vereint. Seit zwei Monaten trainieren sie jede Woche mit der Suchhundestaffel vom Roten Kreuz Purkersdorf-Gablitz.

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graz_blog

Graz: Stimmenfang am Stadtfest

Das Grazer Stadtfest ist geprägt von Wahlkampfstimmung.
Profitieren die Veranstalter?

Sonnenschein, bunte Fahnen und der Geruch von Spanferkel: zum 20. Mal veranstaltet die Kronen Zeitung das Grazer Stadtfest. Der frühe Termin – in den Jahren zuvor fand das Stadtfest zwischen Juni und Juli statt – kommt den Parteien gelegen: findet doch just an diesem Wochenende die Europawahl statt.

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